
Wittingen – Genau eine Woche vor dem Auftakt der Wittinger Badesaison waren am Freitag im Ernst-Siemer-Bad bei einem steifen Westwind eher noch dicke Jacken als Badekleidung angesagt. Offiziell eingeweiht wurde eine Attraktion, die das Freibad weiter verschönert – und die funktionierendes ehrenamtliches Engagement in der Brauereistadt beweist.
In der Spielecke, wenn man sie so nennen will, werden die jungen Badegäste ab sofort auch von einem Hängekarussell mit vier Sitzplätzen begrüßt. Gleichzeitig finden Eltern, die das Treiben ihrer Kinder beobachten wollen, unweit davon eine zweite Tisch-Bank-Kombination vor.
Möglich gemacht haben das der Wittinger Lions-Club, der Freibad-Förderverein und die Stadt mit einer Gemeinschaftsaktion. Auf 10.259 Euro inklusive diverser Nebenkosten und Mehrwertsteuer bezifferte der Fördervereins-Vorsitzende Hartmut Horrey den Gesamtaufwand für beide Installationen. Mit rund 5300 Euro – der Materialwert des Karussells – hat der Lions-Club passenderweise den Löwenanteil bezahlt. Der Förderverein hat im Jahr seines 20-jährigen Bestehens 3470 Euro beigesteuert. Den Rest trägt die Stadt, deren Bauhof auch die Aufstellung der Geräte übernommen hat. Federführend war dabei Bauhof-Mitarbeiter Ewald Fillenberg.
„Ein großer Dank gilt dem Lions-Club für die großzügige Spende sowie dem Bauhof und der Verwaltung“, sagte Horrey. Rathauschef Andreas Ritter gab den Dank zurück, lobte ebenfalls den Lions-Club und den Bauhof und erinnerte auch an frühere Spenden des Freibad-Fördervereins: „Das waren über die Jahre schon viele, viele tausend Euro.“ Lions-Präsident Andreas Scheerer sagte, als die Anfrage der Freibad-Förderer eingegangen sei, sei man sich im Club schnell einig gewesen, das Anliegen zu unterstützen: „Das ist bisher unsere größte Einzelspende. Wir haben das gern gemacht.“
Ritter betonte, dass auf diese Weise ein wichtiger Beitrag zum Fortbestand des Freibads geleistet werde. „Wir haben ein großes Interesse, unsere Bäder zu erhalten“, betonte der Stadtbürgermeister. „Das ist sogar ein strategisches Ziel der Stadt.“ Nicht von ungefähr seien vor nicht langer Zeit 1,6 Millionen Euro (bei 800.000 Euro Fördergeld) ins Ernst-Siemer-Bad investiert worden. Über die gleiche Summe rede man bei der bevorstehenden Sanierung der Knesebecker Schwimmhalle (dort werden 650.000 Euro Zuschuss erwartet), und im Zuge der Dorfentwicklung werde auch eine Aufwertung des Knesebecker Strandbads folgen.
Für den Saisonstart im Wittinger Ernst-Siemer-Bad am 1. Mai ist also alles bereit. Die Verwaltung hat derweil die Angabe revidiert, dass es dann um 8 Uhr losgeht – an dem Feiertag werde man um 10 Uhr die Türen des Freibads öffnen. Höchstwahrscheinlich bei angenehmeren Temperaturen.
Text: HOLGER BODEN
Aus Isenhagener Kreisblatt vom 25.04.2026, Seite 3










